Großniederholer

Immer wieder hatte mich geärgert, dass beim Einholen des Großsegels dieses die/den letzten Meter nicht nach unten rutschte, sondern irgendwo im unteren Viertel "hängen" blieb.

In der Folge ist in der Regel Elke kurz aus dem Cockpit, um das restliche Tuch von Hand niederzuholen. Meistens passierte das noch vor Erreichen eines Hafens und damit bei mehr oder minder starkem Seegang.

Damit ist jetzt Schluss!

Auf der letzten "Boot" habe ich ein Reststück 6-mm-Fall 15 Meter lang erstanden.
Dieses ist mit in den Fallschäkel des Groß eingeknotet und läuft von dort nach unten durch zwei Führungsösen am Baumbeschlag des Mastes, weiter durch einen Block nach hinten und endet bei uns an dem hinteren Sicherungsgurtbefestigungspunkt auf dem Dach, direkt neben der Niedergangstüre. Zur Führung ist das Seil hinter jedem dritten Lattenrutscher hergeführt.

Die nachfolgenden Bilder sollten mehr sagen als viele weitere Worte.
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Das weiße Seilchen mit grünem Kennfaden ist der Verdächtige.

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Die fliegende Klemme habe ich jetzt testweise eingebaut. Auf Dauer wird dort ein Stopper oder eine Klemme den Job übernehmen.

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Vor dem Segelsetzen muss dieser Leinenbund jetzt natürlich geöffnet werden.

Die Erfahrungen sind durchweg positiv. Während Elke zum Einholen des Groß die Klemme auf dem Dach betätigt, greife ich den neuen Großniederholer und ziehe die letzen anderthalb Meter das Segel herunter. Alles liegt sauber aufgetucht. Keine zusätzliche Windangriffsfläche beim Anlegen. 

Rund herum empfehlenswert.

gibt's bei uns gleich zwei Sonnenschirme. Einen auf jeder Seite.
Oder einen vorne und einen hinten. Oder ..., oder ..., oder ...
Schirme280
Diese stecken in Angelroutenhaltern von SVB. Sehr stabil und schnell verschoben!
Schirme272
In diesen verteilen 50 cm lange Aluhülsen die Kraft gleichmäßiger auf die Schirmstöcke:
Schirme274Schirme276

Durch das "Windloch" können diese Schirme erstaunliche Windgeschwindigkeiten ohne Startversuche ab.
Wenn es heftiger wird, gibt es für die vier Ecken noch Sturmverspannungen.

Im Juli 2013 war es soweit.

Nach Abwägen vieler Für und Wider bestellten wir bei Maritiemsails.nl in Lemmer eine Sprayhood mit anschließender Kuchenbude. Auf dem Weg nach Texel wurde Maß genommen, eine Woche später erfolgte bei einem weiteren Besuch in Lemmer die Montage. Beides dauerte jeweils ca. 4 Stunden mit zwei Personen.

Das Ergebnis erweitert in Schlechtwetterphasen den Lebensraum deutlich und man kann bei aufgestellter Kuchenbude das Schiebeluk offen lassen.

Frische Luft! Aaahhh!

Für Elke volle Stehhöhe.

5 Minuten und die Kuchenbude ist komplett in der Backskiste verschwunden.

Nochmal 5 Minuten und auch die Sprayhood ist mitsamt ihrem (teilbaren) Gestänge in der Backskiste verstaut.

Und optisch, finden wir, ist sie noch nicht einmal ein so arger Schandfleck.