Sirius verkauft

Eine wunderschöne Zeit mit unserer Sirius 310DS ist zu Ende. Nach 59 Jahren Segeln war es jetzt genug.

Wehmut?
Ja!

Aber gleichzeitig Vorfreude auf einen neuen Abschnitt unseres maritimen Herumzigeunerns.

Jetzt war es soweit:

Nach vielen wunderschönen Meilen und Jahren haben wir unsere Sirius 310DS "Naviculum" verkauft.
Ischias und Konsorten und der Wunsch nach etwas mehr Platz und Komfort haben uns zu diesem Schritt bewogen.

 

Ta, ta, ta, taaaaahhh!

Es gibt eine neue "Naviculum". Eine Greenline 36 (Die Werft hat sie inzwischen umgetauft auf 39. Aber eigentlich ist es eine 36 mit Bugspriet. Wir bleiben bei 36!), in der Hybridversion. Ohne Mast, ohne Jütt, ohne Schräglage, aber mit deutlich mehr Platz und zumindest für so circa 20 sm beinahe genauso (Motor-)geräuschlos wie ein Segler. Soweit schiebt einen nämlich leise surrend der u. a. aus Solarzellen auf dem Dach gespeiste Elektromotor bei 4 kn Geschwindigkeit. Dann muss der Diesel wieder ran.

 

Und das ist sie:
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Nicht nur die Namen sind gleich.
Auch die Raumaufteilung und die äußere Optik haben nach unserer Auffassung durchaus Parallelen. Der Vergleich ist annähernd maßstabsgerecht. Damit zeigen sich auch die unterschiedlichen Platzverhältnisse.
Naviculum45 Vergleich
Innen ein bisschen umsehen, kann man sich schon mal hier.
Und hier gibt es noch einen Testbericht zu einem innen farblich exakt gleich ausgestattetem Exemplar.
Zur Zeit liegt die Neue noch in Passau. Im frühen Frühjahr wird sie dann über die Donau, den Main-Donau-Kanal, den Main und den Rhein in heimatliche Gewässer überführt. Später geht es dann wieder Richtung Niederlande. Dort dann u. a. auf all die Kanäle und Kanälchen, die uns bisher mit stehendem Mast verwehrt waren.
 
Mehr über das Menü "NAVICULUM"!
 

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 Also in diesem Jahr geht es kreuz und quer und hin und her! Jetzt sind wir kurzerhand wieder nach Terschelling gedüst, weil die inzwischen tropischen Temperaturen dort angenehmer waren ... So hofften wir zumindest. Aber auch hier war es ziemlich heiß und wir haben uns durch die schattigen Plätzchen des Ortes geschleppt.

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 Frühmorgens war es noch angenehm, das tolle Radwegenetz auszunutzen. Und im Gegensatz zu den Orchideenwiesen auf Schiermonnikoog waren diese Prachtexemplare die einzigen am (Rad-)Wegesrand. Leider sind die meisten Radler - bzw. alle - an diesen Naturschönheiten vorbei gebrettert. Irgendwie haben die Leute alle keine Zeit mehr und müssen selbst im Urlaub aufs Tempo drücken ...

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 Ebenso wie wir nur an einer Stelle Orchideen gefunden hatten, haben wir auf Terschelling auch nur ein einziges Löffler-Pärchen in weiter Ferne entdeckt. Besonders attraktiv ist doch wohl die windschnittige Frisur!

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 Diese - ähem - ebenfalls seltenen Vögel, von der Natur mit prächtigem Gefieder versehen - tauchten direkt vor unseren Augen in einem kleinen Straßencafé auf.

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 Und das ist, jawohl - KEIN Vogel! Was sich hinter dieser gelungenen Zorro-Maske in Sommerausführung verbirgt ist: (s. nächstes Bild)

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 nicht Zorro, sondern sein Rosinante! Was die Mode inszwischen doch so alles erlaubt. Wie nennt man dieses Design noch gleich: "Animal-Print" !

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 Womit wir nach diesem kleinen Abstecher in die Welt der Mode wieder bei den seltenen Vögeln angekommen wären, einer Brandente im Watt.

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 Und ein einsamer, kleiner Austernfischer auf seiner einsamen, kleinen Insel mitten im weiten Watt ...

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 Auch die Bildende Kunst kommt auf Terschelling nicht zu kurz, wie man anschaulich sehen kann.

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 Und schwupp, sind wir wieder auf Texel! Denn hier wartet eine Besonderheit auf uns. Da der Deich in den Niederlanden ja bekanntlich erhöht wird, und das auch unmittelbar neben dem Hafen, herrscht dort tagsüber ein ziemlicher Lärmpegel. Die Baufirma versüßt den entgangenen Urlaubsspaß (obwohl, so schlimm war es auch nicht), mit einem echten Texeler Kuchen. Das heißt ein ziemlich trockenes Gebäck mit Spekulatiusgeschmack, mmh, lecker ...

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 Das wird dann aus ehemals stolzen Muschelfängern: Ein Tourischiff für "Hochseeangler" im alten Hafen von Oudeschild. Aber von irgendwas muss man ja leben, auch wenn`s wehtut ...

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 Während eines kurzen Boxen-Stopps in Warns haben wir einen kleinen Abstecher nach Harlingen gemacht. Mit dem AUTO! Es war ziemlich gewittrig und schwül und die Klimaanlage im Auto sooo verlockend ...  In der eher spartanischen Harlinger Erzengel-Michael-Kirche waren wir von dem durch die bunten Glasfenster einfallenden Sonnenlicht fasziniert. Der Altarraum war in goldenes Licht getaucht, was leider auf den Fotos nicht so zur Geltung kommt.image131

 

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 Besonders angetan waren wir von den in der Kirche zum Kauf angebotenen "Kerkratten", ein Pärchen davon wird in Zukunft unser Zuhause verschönern. Ich fand diese selbstgehäkelten Teile einfach nur geil!

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 An den Mauern einer Kirche findet eben nicht nur der Glaube Halt, sondern auch ein Fahrrad - neben vielen anderen Gleichgesinnten ...

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 Und jetzt kommen wir endlich zu den illustren Booten. In Leeuwarden schipperte ein besonders gelungenes Exemplar an unserer Fotolinse vorbei. Wer jetzt noch behauptet, Naviculum wäre das am reichhaltigsten ausgestattete Boot weit und breit, der sei hier und für immer eines besseren belehrt, Punkt!

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 Doch die Konkurrenz ließ in Leeuwarden nicht lange auf sich warten. Das wirklich besondere an diesem Boot sind mitnichten die Blumenbänke am Heck, weit gefehlt! Das besondere war das Gefährt auf dem Gefährt. Ein schnittiger roter Zweisitzer, der mit eigens vorhandenem Bordkran auf festen Boden bugsiert werden konnte. Uns hat das gefallen und dient der Inspiration für spätere Zeiten ...

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 Und hier das Ganze nochmals aus der Nähe. Nicht schlecht, oder?

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 Und hier kommt mein absoluter Favorit: Nicht nur wegen der Optik, sondern vor allem wegen des Wahnsinns-Sounds: Bot, bot, bot, bot, bot ... Und bei jedem "bot" entweicht ein weißer, perfekter Rauchkringel aus dem Schornstein. Leider ist auch das schwer im Bild festzuhalten, trotzdem, es war sooo schön!

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 Da entschwindet er, mein einzylindriger Freund.

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 Und hier noch ein paar Eindrücke aus dem schönen Leeuwarden, z.B. dem Sint-Anthony-Viertel ganz in Stadthafen-Nähe. Neben den sehenswerten Gebäuden befindet sich ein wirklich toller, leider nicht begehbarer Park.

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 So schön kann es mitten in der Stadt sein, aber der Heilige Antonius hat so viel Schönheit auch verdient. Hat er mir doch in manch mißlicher Lage Verloren-Gegangenes wieder zurück gebracht.

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 Das ist auch eine nette Art, an der Haustür empfangen zu werden ;)

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 Diese interessanten Gefährte haben wir dann noch in Dokkum entdeckt. Die Vielfalt der Boote in den Niederlanden scheint nicht nur der Vielzahl der Skipper zu entsprechen, sondern dem tief verwurzelten individualistischen Wesenskern der Niederländer.

 

 

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 Auf der Überfahrt über das Reitdiep war es dann so windig, dass selbst den Urviechern die Hörner um die Ohren flogen ... !

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 Diesen Frisuren-Vorschlage werde ich in jedem Fall zu meinem nächsten Friseur-Besuch mitnehmen ...

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 Und dieses Vorbild nimmt sich Paul zu Herzen, immer öfter!

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 Eigentlich sollte dieses Ferkelbild nicht in unserem Blog erscheinen. Aber das war wirklich reiner Zufall und der Rest ist doch sehr schön anzuschauen ...