DSC01542
Robben "hautnah"!

DSC01546
Auf dem Ostende von Norderney haben  wir die größte Population angetroffen. Man passiert, bedingt durch die Enge des Fahrwassers, in einem Abstand zwischen 30 und 50 Meter. Wie man sieht, stört es niemanden.

DSC01549
Dieser Genosse nahm ein Bad und schwamm noch näher zu uns. Abstand unter 10 Meter!

DSC01567
Sirius-Treffen! Auf Juist hat die größere Sirius 35DS "Avalon" ihren Heimathafen. Ein Schiff mit Schwenkkiel und damit noch einmal 40 cm weniger Tiefgang als wir. Nützt hier und jetzt auch nichts mehr! ;-))


DSC01578
Wegen der Tide müssen wir früh morgens um 6.00 Uhr aus dem Hafen. Hoffentlich ist morgens früh kein Nebel!

DSC01663
Über die Ems sollte es eigentlich in Richtung Heimat gehen. Letztes Jahr hatte das ein Streik der Schleusenwärter verhindert, dieses Jahr eine Schleusenrevision auf der mittleren Ems. Die Ems kennen wir noch nicht oberhalb der Mündung des Küstenkanals. Wir hofften, auf diesem Weg bis Duisburg die Gegenströmung des Rheins meiden zu können. Außerdem wollten wir Sigrid und Manfred von unserem Schwesterschiff "Rüm Hart" in Lingen an der Ems besuchen. Aufgrund der Schleusensperrungen also alles abgeblasen und wieder auf den Heimweg über Ijssel und Rhein!

In Dokkum war dann wieder Schluss! Keine Schleusensperrung, sondern Brückensperrung! 5 Brücken weiter in Birdaard, einem kleinen Örtchen an der Dokkumer Ee. Mindestens anderthalb Tage Wartezeit. Wahrscheinlich sollte die Brücke Montagnachmittag wieder gehen. So wurden wir bei unserer Ankunft von anderen wartenden Jachten informiert.

Nach kurzer Überlegung nutzten wir die unfreiwillige Pause zum Mastlegen. 

DSC01669
Abends gab es noch einen Spaziergang in dem hübschen Dokkum.

DSC01679
Mit gelegtem Mast konnten wir über das Tjeukemeer und von dort aus auf direktem Weg über Kanäle Richtung Zwartsluis fahren. Von da ging es über das Zwarte Water erst in Zwolle in die Ijssel. Das spart einige Kilometer Gegenströmung und ist eine landschaftlich durchaus reizvolle Strecke. Auf der Ijssel haben wir dann das erste Mal in der Seenplatte Rheederlaag übernachtet. Eine ganze Horde Ibisse übernachtete dort auf ihrem Zug gen Süden. 


DSC01686
Kurz darauf gings auf den Rhein. Von diesen Gesellen (3 x 1.850 PS), die ein Sixpack (6 zusammengeschnallte Schubleichter) vor sich her schieben, hält man sich besser fern.
Das Problem: Mit 7 Knoten Fahrt (unsere Reisegeschwindigkeit auf dem Rhein) ist man in den Kurven einiges schneller als diese Ungetüme; auf den Geraden holen sie einen dann wieder ein. Lösung: In einer Linkskurve schnibbeln, das heißt, auf der "falschen" Seite fahren. (Sportboote dürfen das trotz allgemeinem Rechtsfahrgebot bis oberhalb Duisburg.) Wenn die Kurve lang genug ist, schafft man es, an diesen Monstern vorbei zu kommen und genügend Vorsprung aufzubauen.

DSC01693
Oberhalb Duisburg wird es deutlich ruhiger. Im Hafen Hitdorf trafen wir dieses seltene Exemplar. Ein Trauerschwan. Macht schon was her!

DSC01700
Die letzten Meter auf dem Weg nach Mondorf (gegenüber Bonn), unser neuer Heimathafen. Bei unserem zahnärztlichen Zwischenaufenthalt Ende Juli stellte sich heraus, dass es hier freie Winterliegeplätze gibt. Wir hatten im Mai, bei unserer Abfahrt in Brohl, noch vollkommen offen gelassen, wo Naviculum überwintern würde.
Jetzt sind es mit dem Auto nur noch 20 Minuten bis zum Hafen. Sehr angenehm!

DSC01702
Und dieser treue Kerl hat die ganze Zeit aufgepasst, dass nichts schief ging. Gut gemacht! (Außer einer kleinen Schramme.)
Außerdem hat er etwas Statistik aufbereitet:

Gesamtstrecke 2.506  Seemeilen
oder 4.641  Kilometer
Reisetage 151  
 - davon Fahrtunterbrechung 14  wegen notwendiger zahnärtztlicher Behandlung bei uns Beiden!
 - davon Ruhetage 40  
besuchte Häfen 72  
besuchte Ankerplätze 24  
absolvierte Schleusen 375  (in Worten: dreihundertfünfundsiebzig)
Tage mit Niederschlag 13 !  :-))
Durchschnittsverbrauch bei Motorfahrt 2,94  Liter/Stunde

 

Und das Resumée? Ich verweise auf den analogen Beitrag in 2013.

http://naviculum.de/index.php/blogbuch-2013

Ansonsten wissen wir jetzt, dass wir eher Menschen des Nordens sind.

Nächstes Jahr soll es auf die Ostsee gehen.

Auch 5 Monate. Eine ideale Zeitspanne.

Von heute an noch 173 Tage.

Wir freuen uns darauf!

 

Schon bei der Fahrt Richtung Osten hatten wir uns in Baltrum verguckt.
Auf der Rückreise gen Westen war es dann endgültig um uns geschehen.
Baltrum: Unser Favorit unter den Ostfriesischen Inseln!

2014Nordsee09140004
Klein, ehrlich, überschaubar und obwohl nur 5 x 1,5 KM groß, viel überwältigende Natur.

2014Nordsee09140006
Spuren im Sand. (Aber die einzigen, denn es gibt nur wenige Strandspaziergänger!)

2014Nordsee09140007
Glasklares Wasser auf der Nordsee-Seite bei Flut.

2014Nordsee09140008
Schau dahinten!

2014Nordsee09140009
Robbi robbte gerade an Land, schaut sich um und ...

2014Nordsee09140010
... knackte ein Ründchen.
Abstand zu uns ca. 100 Meter.

2014Nordsee09140011
Nur ein paar Meter westlicher weitere Baltrum-Urlauber.

2014Nordsee09140001
Die Reisefotografin war so fasziniert, dass zeitweise das "Knipsen" vergessen wurde. ;-)

2014Nordsee09140012
Das Inselinnere: Überwiegend fest begrünt, fast ein wenig vertrocknet wirkend.

2014Nordsee09140013
Aus aller Herren Häfen kamen Gefährte aller Art nach Baltrum, sammelten sich dort und liefen nachher mit mehr als 15 Schiff(ch)en im Konvoi zum Inselfest zur Nachbarinsel Langeoog aus.

2014Nordsee09140015
Der ansonsten ziemlich leere Hafen war mit einem Mal fast überfüllt.

2014Nordsee09140014
Und kurz darauf wieder Ruhe und Weite.

2014Nordsee09140016
Me(e/h)r Baltrum geht nicht.

2014Nordsee09140017
Zu groß für den Hafen? Oder Kurbeitrags-Preller?

2014Nordsee09140018
Parkplatz für Hotelgefährte einmal anders.
Baltrum ist gänzlich autofrei. Hat aber sehr wohl einen Flughafen.
Wir kommen wieder!

Greetsiel - Juist - Baltrum

2014Nordsee090001
Nach einem traumhaften Segeltag ...

2014Nordsee090001a
... von Greetsiel nach Juist, 

2014Nordsee090001b
waren wir endgültig im Watt angekommen.

2014Nordsee090001c
Mehr Watt geht nicht! Das Hochmoor (der Hafen) von Juist. Er kann nur in den vier Stunden um
Hochwasser erreicht oder verlassen werden.

2014Nordsee090002 
Naviculum trocken gefallen

2014Nordsee090010
Diesen mit Priggen gekennzeichneten Weg müssen alle nehmen. Sportboote, Fähren und Inselversorger.

2014Nordsee090002a
Der Busbahnhof auf Juist. Juist ist bis auf den Kranken- und den Arztwagen gänzlich Auto-frei.

2014Nordsee090003
Selbst der Waren- und Getränketransport erfolgt hier mit maximal zwei PS! Ebenso die Müllabfuhr.

2014Nordsee090004
Einziges Individualverkehrsmittel außer den eigenen Füßen: Das Fahrrad.

2014Nordsee090002b
Juist: 17 Kilometer lang, maximal 500 Meter breit. Außer dem Ortszentrum in Inselmitte jede Menge Landschaft.

2014Nordsee090013
Und vor allem Strand!

2014Nordsee090014
Die Reisefotografin bei der Arbeit.

2014Nordsee090015
... und das Motiv. ;-)

2014Nordsee090016
Einmal Föhnen und Legen bitte!

2014Nordsee090017
Wohl falsch gekleidet?

2014Nordsee090018
Strand, Strand, Strand. Mehr als 17 Kilometer lang.

2014Nordsee090019
Elkes neuester Vorschlag für Naviculums Ausrüstungsliste. ;-)

2014Nordsee090020
Sanddorn. Er ist auf allen Inseln in rauen Mengen zu finden. Auch als Marmelade.
Leider haben wir keinen Gelierzucker dabei. 

2014Nordsee090022
Robben! Am Ostende von Norderney. Die Passage erfolgte in weniger als 20 Meter Abstand.
Die faule Bagage nahm die Bootspatrouille ohne erkennbare Aufregung ab.

2014Nordsee090022a
Baltrum. Die kleinste Insel. Eine herbe Schönheit.
5 x 2,5 Kilometer. Auch ohne Autos. Nur ca. 500 Bewohner.

2014Nordsee090023
Hier fühlt man sich wohl.

2014Nordsee090026
Der Ort. (Viel mehr gibt es nicht.)

2014Nordsee090027
Der Sportboot-Hafen von Baltrum. (Mehr gibt es nicht!)
Wir kommen wieder.